Marathon und Plastikmüllberge – Muss das wirklich sein?

Marathon und Plastikmüllberge – Muss das wirklich sein?

Marathon in Deutschland – Gibt es wirklich keine Alternative zum Plastikmüll?

Viele  Menschen lieben Marathonläufe in Deutschlands Großstädten. Ich liebe sie auch. Schließlich laufen die hochmotivierten Sportler direkt vor meiner Haustür vorbei. Gerade in Köln ist die Stimmung südländisch. Ob Cafés, Kneipen, Bäckereien, Sambagruppen, Kölner und Besucher alle beteiligen sich und unterstützen die Läufer und Läuferinnen. Bereits gegen 8h heute morgen spielte der Alleinunterhalter, engagiert vom Café gegenüber, leise seine Lieder für die ersten Sportler, die schon bald zu sehen sind. Sie freuen sich sicher auf die Versorgungsstation, keine 300 m entfernt. Ich entschließe mich eine Runde im Wald zu drehen. Der ist heute schön leer. Nach 2h komme ich zurück, die meisten Teilnehmer sind durch. An der Versorgungsstation angekommen, traue ich meinen Augen nicht. Berge von Plastikbechern bilden einen weißen Teppich. Ich bin traurig und fassungslos. Wie kann das sein während in endlosen Debatten über Klimawandel, Verpackungen, und von sauberer Luft geredet wird. Alles HEISSE Luft schießt es mir durch den Kopf, mache schnell noch ein Foto und gehe nach Hause. Ganz sicher möchte ich niemandem den Spaß an der Freud verderben, aber irgendwann hört der eben auf. Es muss doch eine Alternative geben. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Schönen Sonntag noch!

Foto: Gertrud Enders